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12 November 2012 | Von dapd, dpa, MSN

Das letzte „Opfer“ für Griechenland? Sparhaushalt 2013 gebilligt

Die Griechen müssen demnächst noch mehr Einschnitte hinnehmen: Der Haushalt sieht für 2013 massive Kürzungen bei Gehältern und Renten vor. Doch als Gegenleistung bekommt Athen weitere Hilfskredite in Höhe von 31,5 Milliarden Euro. War es das wert?


Griechenland hat den strikten Sparhaushalt für das kommende Jahr gebilligt. Als Gegenleistung erwartet Athen weitere Hilfszahlungen von den Euro-Ländern. (© Bild: DAPD, Steffi Loos)

Griechenland hat den strikten Sparhaushalt für das kommende Jahr gebilligt. Als Gegenleistung erwartet Athen weitere Hilfszahlungen von den Euro-Ländern.

Begleitet von massiven Protesten hat das griechische Parlament eine weitere wichtige Hürde zur Freigabe der nächsten Tranche eines Hilfskredits der Eurogruppe und des Internationalen Währungsfonds (IWF) genommen. In der Nacht zum Montag verabschiedeten die Abgeordneten den Haushalt für das kommende Jahr mit 167 Ja-Stimmen und 128 Gegenstimmen. "Griechenland hat getan, was es tun musste, und nun ist es Zeit, dass die Kreditgeber ihre Versprechen einlösen", sagte der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras.

Weitere Hilfskredite als Gegenleistung für neuen Haushalt
Die Zustimmung für den Haushalt war Voraussetzung dafür, dass die nächste Kredittranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro freigegeben wird. "Erst vor vier Tagen stimmten wir für die umfangreichsten Reformen, die Griechenland je sah", sagte Samaras. Sollten die Reformen wie geplant umgesetzt werden, würden es die letzten "Opfer" sein, die die Griechen erbringen müssten. Erst in der vergangenen Woche hatten die Abgeordneten mit knapper Mehrheit ein umfangreiches Sparpaket verabschiedet, das Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Umfang von 13,5 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren vorsieht.

Aus Protest gegen immer tiefere Einschnitte demonstrierten am Sonntagabend rund 15.000 Griechen friedlich vor dem Parlament in Athen. Der Chef des oppositionellen Bündnisses der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, sagte, die Maßnahmen seien unfair, und viele Griechen liefen Gefahr, sich diesen Winter nicht ausreichend Nahrung, Medizin und Treibstoff leisten zu können. "Deswegen sagen wir, ihr seid eine Gefahr für dieses Land", sagte Tsipras an die Regierung gerichtet.

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