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Lufthansa wählt Namen für Billigflug-Tochter

Bild: Imago
Als Dachmarke für die Lufthansa-Billigtochter wurde Germanwings gewählt.
Eine große kostengünstige Lufthansatochter soll künftig mit den Billigfliegern konkurrieren. Deutschlands größte Airline kündigte bereits Mitte September an, alle ihre innerdeutschen und europäischen Verbindungen, die nicht über Frankfurt am Main und München abgewickelt werden, kommerziell und organisatorisch in einer neuen Tochter zusammenzuführen.
Lufthansa tritt in Konkurrenz zu Billigairlines
Die Deutsche Lufthansa wird nach Informationen des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) aus Führungskreisen des Unternehmens am Donnerstag bekannt geben, dass sie ihre geplante große neue Billigtochter zum Januar 2013 unter dem Markennamen Germanwings starten wird.
Die Fluggesellschaft hat nun verkündet, dass die neue Airline der Lufthansa in Europa, die bisher unter dem Arbeitstitel „Direct4U“ firmierte, auch nach dem Jahreswechsel den Namen der Billigairline Germanwings nicht ablegen wird. Chef der Gesellschaft bleibe Germanwings-Geschäftsführer Thomas Winkelmann. Mit der bisherigen Airline soll die neue Fluggesellschaft allerdings nicht mehr viel zu tun haben.
Allein die Flotte von Germanwings verdreifacht sich durch die Integration des Lufthansa-Europageschäfts von 30 auf rund 90 Flugzeuge. 18 Millionen Passagiere will die Airline künftig pro Jahr transportieren. Damit will Lufthansa gegen Billigairlines wie Easyjet punkten.
Effizienzsteigerung durch Ausgliederung von Kurzstreckenflügen
Die Lufthansa erhofft sich von der Ausgliederung ihrer innerdeutschen und europäischen Direktverbindungen in die neue Tochter "erhebliche Effizienzpotenziale", wie Vorstandschef Christoph Franz bereits im September sagte. Das seit Jahren defizitäre Europa-Geschäft soll mit Hilfe der Billigtochter bald wieder schwarze Zahlen schreiben.
Mit der neuen Gesellschaft biete die Lufthansa ihren Gästen auch außerhalb von Frankfurt und München weiter ein dichtes und hochwertiges Streckennetz. "Unsere Mitarbeiter in diesen Bereichen haben die Perspektive auf sichere Arbeitsplätze in einem Unternehmen der Lufthansa Gruppe", sagte Franz zudem. Doch die Pläne stoßen auf Widerstand der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Die Gewerkschaft befürchtet, dass die 2000 Stewards und Stewardessen der neuen Airline bis zu 40 Prozent weniger verdienen werden als ihre Kollegen bei der Konzernmutter.
Ein Fünftel der deutschen Maschinen wird ausgegliedert. Im Auftrag der neuen Gesellschaft sollen nach Angaben der Lufthansa ab dem Jahreswechsel auch die Flugzeuge der Tochter Eurowings fliegen.
Ohne ihre Töchter im Ausland verfügt die Lufthansa nach Auskunft einer Unternehmenssprecherin derzeit über 440 Passagiermaschinen. Ab kommendem Januar soll damit etwa ein Fünftel ihrer deutschen Passagiermaschinen für die neue Tochter fliegen. Ihr Sitz soll in Köln sein, wo bereits Germanwings beheimatet ist.
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