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Erstellt am: 28 März 2012 | Von HANDELSBLATT.com, Handelsblatt.com

Dax dürfte schwach starten

Die Hoffnung auf die US-Notenbank ist schnell verpufft. Der Dax ist wieder unter die Marke von 7100 Punkten gefallen und tendiert vorbörslich weiter nach unten.


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Schwache Vorgaben aus Asien und den USA dürften laut Brokern am Mittwoch für Abschläge im Dax sorgen. Enttäuschende US-Konjunkturdaten hatten den deutschen Leitindex am Dienstag unverändert bei 7078 Punkten schließen lassen und auch an der Wall Street ihre Spuren hinterlassen.

Der Dow-Jones-Index und der S&P500 verloren 0,3 Prozent, der Nasdaq-Composite büßte 0,1 Prozent ein. Die Stimmung der Verbraucher sank im März stärker als erwartet, zugleich stieg die Inflationsangst auf den höchsten Stand seit zehn Monaten. US-Notenbank-Chef Ben Bernanke warnte, dass eine tiefgreifende Erholung der US-Konjunktur noch lange keine ausgemachte Sache sei.

Die Börsen in Asien notierten am Mittwoch ebenfalls im Minus: Der Nikkei-Index gab um 0,9 Prozent nach, der Shanghai-Composite um 1,7 Prozent.

An Konjunkturdaten stehen heute deutsche Verbraucherpreise im März sowie US-Auftragseingänge für langlebige Güter im Februar an. Die Unternehmensergebnisse kommen alle aus der zweiten und dritten Reihe. Es stehen an: Bertelsmann, Deutsche Postbank, Convert Immobilien, IVG Immobilien, Hypo-Vereinsbank, Kuka, Norma Group, Patrizia, Stratec Biomed, VTG.

Am Dienstag zeigte sich im Gesamtmarkt einmal mehr, wie wichtig die Wall Street für die übrigen Märkte ist. Am Vormittag herrschte noch eitel Sonnenschein - die Bemerkungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke und der feste Schluss der US-Börsen wirkten nach - und das nicht nur in Europa, sondern auch in Asien. Der Deutsche Aktienindex Dax stieg daraufhin in der Spitze um gut ein Prozent.

Später bröckelten die Gewinne jedoch ab, als sich eine nicht gerade robuste Eröffnung der US-Börsen abzeichnete. Dazu kamen lediglich im Rahmen der Erwartungen ausgefallene Daten zum US-Immobilienmarkt und ein etwas schwächer als erwartet ausgefallener Index des US-Verbrauchervertrauens.

Sehr viel dramatischer abwärts ging es dabei für die Aktien von Öl- und Gaskonzernen. Nachdem der französische Konzern Total wegen eines seit dem Wochenende bekannten Lecks eine Gasplattform in der Nordsee evakuieren musste, brach die Total-Aktie in Paris um bis zu sieben Prozent ein. "Das ruft böse Erinnerungen an die Ölkatastrophe von BP im Golf von Mexiko hervor", sagte ein Aktienhändler der Nachrichtenagentur Reuters. Die Aktien von BP und Royal Dutch Shell wurden deshalb gleich in Sippenhaft genommen und verloren deutlich an Boden.

Kräftig nach unten ging es auch zum Beispiel bei der im MDax notierten Aktie des Baukonzerns Hochtief, die bis zu gut acht Prozent verlor. Die australische Hochtief-Tochter Leighton überarbeitet ihre Prognosen und ließ den Handel an der Börse in Sydney deshalb aussetzen.

ßp

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