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Erstellt am: 11 April 2012 | Von HANDELSBLATT.com, Handelsblatt.com

Dax meldet sich zurück

Spanien ist das neue Sorgendkind Europas. Vergleiche mit Griechenland werden immer frappierender. Viele Anleger schauen deswegen heute auf die Auktion deutscher Staatspapiere. Im Vorfeld an die Emission steigt der Dax


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Kommt die Schuldenkrise zurück? Ein Großteil der Anleger ist der Meinung: Ja, sie kommt zurück. Aus diesem Grund flüchteten viele Investoren gestern prophylaktisch aus ihren Aktien und bescherten dem Dax am Dienstag ein dickes Minus. Heute wagten sich jedoch einige Investoren wieder zurück auf den Aktienmarkt. Inmitten der europäischen Hiobsbotschaften konnten erfreuliche Zahlen aus Amerika die Stimmung ein wenig anheben. Der amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa, der traditionell die Berichtsaison in den USA eröffnet, machte überraschenderweise wieder Gewinne. Das schürt bei den Marktteilnehmern Hoffnungen auf eine erfolgreich verlaufende amerikanische Berichtsaison. Der Dax konnte am Morgen um 0,7 Prozent steigen auf 6.649 Punkte.

Die gestrige Angst der Börsianer bekam durch die schwach verlaufende Auktion spanischer Staatspapiere neue Nahrung. Nachdem die Rendite spanischer Papiere auf 5,9 Prozent stieg, brachen weltweit die Kurse ein. Den Anfang machte der Dax. Er schloss am Dienstag mit einem Minus von 2,5 Prozent. In New York beendete der Dow Jones den Handel dann 1,7 Prozent schwächer. Der Nikkei notiert 1,4 Prozent tiefer bei 9.408 Punkten. Wie lange die anfängliche Beruhigung im Dax heute andauern wird, dürfte maßgeblich von der Entwicklung an den Anleihemärkten abhängen.

Die Sorgen zu Spanien haben nach Angaben der Deutschen Bank an drei Fronten zugenommen. Zum einen gebe es Zweifel daran, dass das Land sein Defizitziel von 5,3 Prozent in diesem Jahr erreichen könne. Zudem sei unklar, wie groß die Rekapitalisierung der Banken ausfallen und woher das nötige Geld dafür kommen werde. Und zum dritten gebe es Sorgen zu den Defiziten auf regionaler Ebene.

Der jüngste Druck auf die spanischen Anleihen könnte daher kommen, dass den Banken des Landes das Geld ausgegangen sei, um die Staatspapiere zu kaufen. Die italienischen Banken hingegen haben den Angaben zufolge möglicherweise noch etwa 60 Mrd. Euro an Feuerkraft übrig haben, um Bonds aus Italien zu kaufen.

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy erklärte vor kurzem, dass sein Land aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage in "extremen Schwierigkeiten" stecke. Spanien war es am Mittwoch vergangener Woche in einer Anleihe-Auktion lediglich gelungen, 2,59 Mrd. Euro am Markt aufzunehmen. Die Summe lag nur leicht über dem für die Emission anvisierten Minimumvolumen und deutlich unter dem angestrebten Maximum von 3,5 Mrd. Euro.

Nach der schwachen Emission von spanischen Anleihen in der vergangenen Woche wird der Markt sich auf die heute stattfindende Auktion von zehnjährigen deutschen Anleihen konzentrieren. In einer Notiz der Strategen von Lloyds Banking Group Plc (LB) heißt es, bei der Emission sollte es eine starke Nachfrage geben. Ähnlich sehen das auch die Analysten von Rabobank International. Staatsanleihen aus dem Kern Europas werden ihrer Meinung nach zusätzliche Unterstützung erhalten, weil sie als sicherer Hafen gelten.

Hoffen auf deutsche Staatsanleihen

Am Dienstag hatten die Renditen zehnjähriger Anleihen aus Deutschland weiter nachgegeben auf 1,639 Prozent - nahe dem Allzeittief bei 1,636 Prozent vom September 2011. Die heutige Auktion der Papiere mit einer Laufzeit bis 2022 dürfte ein Volumen von fünf Mrd. Euro haben, heißt es in der Notiz von der Rabobank.

Im Vorfeld an die Auktion deutscher Staatsbonds stiegen die Verlierer des gestrigen Tages heute zu den größten Gewinnern auf. In einem komplett "grünen" Markt zeigten sich die Aktien der Commerzbank am Morgen 2,3 Prozent im Plus auf 1,68 Euro und die Papiere der Deutsche Bank stiegen um 2,2 Prozent auf 34,35 Euro.

Der Münchner Autobauer BMW konnte am Mittwochmorgen mit glänzenden Verkaufszahlen überzeugen. Nach einem Rekordabsatz im Vorjahr geben die Münchner weiter Gas. Allein im März verkaufte der Konzern mehr Autos als je zuvor in einem Monat. Insgesamt lieferte BMW 185 728 Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent zum Vorjahresmonat. BMW-Aktien konnten am Morgen um ein Prozent steigen auf 65,76 Euro.

In Amerika sorgte Alcoa für eine Überraschung. Der US-Aluminiumkonzern konnte überraschenderweise wieder Gewinne schreiben. Ausschlaggebend dafür seien eine höhere Produktivität und verbesserte Marktbedingungen, teilte das Unternehmen mit dem Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld an der Spitze am Dienstag nach US-Börsenschluss mit.

Für das erste Quartal wies Alcoa im fortgeführten Geschäft einen Gewinn von 94 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie aus. Analysten hatten im Schnitt einen Verlust von vier Cent pro Anteilsschein erwartet. Die Alcoa-Aktie stieg nachbörslich um sechs Prozent.

ßp

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