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Erstellt am: 20 Juni 2012 | Von HANDELSBLATT.com, Handelsblatt.com

Nikkei-Index legt knapp ein Prozent zu

Der Handel an der Börse in Tokio hat mit deutlichen Gewinnen begonnen. Das Geschäft wird beflügelt von positiven Exportzahlen und der Hoffnung auf ein Eingreifen der Notenbanken in den USA und in China


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Die japanischen Anleger blicken voller Hoffnung auf die Notenbanken in den USA und in China. Für 18.30 Uhr (MESZ) ist eine Erklärung der Fed nach ihrer zweitägigen Beratung vorgesehen. Einen weiteren Schub brachte die Nachricht, dass die Exporte Japans mit einem Wachstum von 10 Prozent deutlicher zugenommen haben als erwartet.

"Die Erwartungen nehmen zu, dass die Fed etwas unternehmen wird", sagte Yoshihisa Okamoto von Mizuho Asset Management der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Im Vormittagshandel steigt der Nikkei um 0,8 Prozent auf 8.721 Punkte und legt nachmittags noch etwas weiter zu. Der breiter angelegte Topix legt um 1,3 Prozent auf 744 Punkte zu und erreicht damit den höchsten Stand seit dem 17. Mai.

Die Ausfuhren Japans nahmen im Vorjahresvergleich um zehn Prozent zu, wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 9,3 Prozent gerechnet. Die Importe stiegen um 9,3 Prozent. Experten hatten mit einem Plus von 2,9 Prozent gerechnet. Das Handelsbilanzdefizit betrug im Mai 907,3 Milliarden Yen (rund neun Milliarden Euro) und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten

Unter den Einzelwerten zog der Elektronikhersteller Sony die Blicke auf sich. Die Aktien verteuerten sich um 3,3 Prozent. Sony macht beinahe ein Fünftel seines Umsatzes in den USA. Gefragt waren in Tokio insbesondere Finanzaktien. Papiere von Japans größter Investmentbank Nomura legten 2,6 Prozent zu. Anteilscheine von Daiwa Securities verteuerten sich um 3,8 Prozent.

Hoffnung auf Unterstützung durch die Zentralbanken hat die Wall Street am Dienstag angetrieben. Anleger hielten es durchaus für möglich, dass der unerwartete Einbruch des deutschen ZEW-Konjunkturbarometers auch bei den bis Mittwoch laufenden zweitägigen geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank Federal Reserve eine Rolle spielt. "Ich glaube, dass die Zentralbanken ihr Vorgehen abstimmen und miteinander darüber reden, was für den gesamten Globus am besten wäre", sagte Keith Bliss von Cuttone & Co in New York. "Die Notenbanken sind mit Sicherheit dazu bereit, etwas zu tun. Ob sie es dann wirklich machen werden, ist für mich derzeit die entscheidende Frage."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher auf 12.837 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte er sich zwischen 12.744 und 12.898 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ein Prozent auf 1357 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 2929 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 6363 Punkten aus dem Handel.

ßp

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