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Wall Street "hin und weg" von Gipfel-Einigung
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Handelsblatt
Die Feierlaune in Europa über die überraschende Einigung beim EU-Gipfel auf eine zentrale Bankenaufsicht hat am Freitag auch die Wall Street angesteckt. Die amerikanischen Anleger zeigten sich hoch erfreut über den Ausgang des Spitzentreffens in Brüssel, auf dem auch die Bedingungen für Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm gelockert wurden. "Der Markt ist hin und weg" sagte Analyst Ken Polcari.
Nach ihrem Streit über die richtigen Instrumente zur Bekämpfung der Schuldenkrise hätten sich die Spitzenpolitiker in Europa nun angenähert. "Doch wie immer liegt der Teufel im Detail, da muss noch einiges geklärt werden."
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,2 Prozent fester bei 12.880 Punkten. Im Verlauf hatte er zwischen 12.604 und 12.880 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 2,5 Prozent auf 1362 Zähler.
Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 3,0 Prozent auf 2935 Stellen. Auf Wochensicht stieg der Dow um 1,9 Prozent, der S&P-500 legte zwei Prozent zu und die Nasdaq 1,5 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 4,3 Prozent und gewann damit auf Wochensicht 2,4 Prozent.
Die USA und der IWF begrüßten die Gipfelbeschlüsse aus Europa, auch die Ratingagentur Fitch lobte die Ergebnisse. "Wir sind so daran gewöhnt, dass in der Regel nicht viel dabei herausgekommen ist", sagte Art Hogan, Analyst bei Lazard Capital.
Daher seien die Erwartungen an den EU-Gipfel sehr nach unten geschraubt worden. "Da es jetzt den Anschein hat, dass es ein Ergebnis gibt, ist das ein wirklich positiver Impuls für die Märkte." Je näher Europa einer Bankenunion käme, desto näher rücke die Fiskalunion.
Im Mittelpunkt des New Yorker Handels standen Finanzwerte, die besonders von der Schuldenkrise betroffen sind. Der Index des Finanzsektors SPDR legte 2,5 Prozent zu. Die Anteilsscheine von Citigroup stiegen 3,9 Prozent, Bank of America kletterten um 5,7 Prozent. Dagegen verloren die Papiere von JPMorgan 0,4 Prozent, da die Spekulationsverluste der Bank weitaus höher ausfallen könnten als bislang angenommen.
Dämpfer verpassten der allgemeinen Markteuphorie die Unternehen BlackBerry und Nike. Die in New York gelisteten Aktien des kanadischen Blackberry-Herstellers Research in Motion brachen 19 Prozent ein, nachdem der einstige Smartphone-Primus die neuen Modelle BlackBerry 10 erst Anfang 2013 auf dem Markt bringen will. Mit einem eigenen, neuen Betriebssystem wollte der Konzern eigentlich das Ruder herumreißen.
Nike versetzte der erfolgsverwöhnten Sportartikelbranche einen Schock. Diese hatte sich bislang immun gegen den Konjunkturabschwung gezeigt. Zum ersten Mal seit zwei Jahren verfehlte der Adidas -Konkurrent mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen. Dieser strafte Nike ab, die Aktie fiel mehr als neun Prozent.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,09 Milliarden Aktien den Besitzer. 2669 Werte legten zu, 388 gaben nach und 71 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 2174 im Plus, 376 im Minus und 87 unverände
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