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15 Juni 2012 | Von Ronny Thurow / dapd

Schicksalswahl in Griechenland: Was danach kommen könnte

Das Volk hat das Wort. Mit ihrer Stimme entscheiden die Wähler im hoch verschuldeten Griechenland über die Zukunft ihres Landes. Bei der Parlamentswahl könnten ferner die Weichen dafür gestellt werden, ob der Krisenstaat in der Eurozone bleiben wird.


Dunkle Wolken über dem griechischen Parlament. (© Bild: Imago)

Der Ausgang der Parlamentswahl kann weitreichende wirtschaftliche und politische Folgen haben. Und das nicht für Griechenland: Ganz Europa könnte mögliche Konsequenzen der Wahlentscheidung zu spüren bekommen. MSN entwirft mögliche Szenarien.

Aufstand gegen den Sparkurs:
Große Teile der griechischen Bevölkerung sind gegen den schmerzhaften Sparkurs, den das Land im Gegenzug für internationale Milliardenhilfen einschlagen musste. Rund 70 Prozent der Wähler stimmten bei der vergangenen Wahl am 6. Mai für Parteien, die das drakonische Sparprogramm ablehnen. Großer Gewinner des Urnengangs vom Mai war das Linksbündnis Syriza, dessen Vorsitzender Alexis Tsipras die Sparvorgaben ablehnt, allerdings für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ist.

Noch einmal an die Wahlurnen:
Die Versuche einer Regierungsbildung blieben nach der Wahl vom 6. Mai vergeblich. Vor dem Urnengang ließen lassen die Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Syriza und der konservativen Nea Dimokratia (ND) vermuten. Die ND unterstützt den Sparkurs des Landes. Eine Regierungsbildung dürfte sich auch nach der erneuten Wahl als schwierig erweisen.

Internationale Finanzhilfen:
Europäische Spitzenpolitiker haben wiederholt ausgeschlossen, dass die Bedingungen für die internationalen Milliardenhilfen für Griechenland neu verhandelt werden. Das verpflichtet Athen dazu, weitere 11,5 Milliarden Euro innerhalb der nächsten beiden Jahre einzusparen. Wenn Athen den vereinbarten Kurs verlassen will, wird die nächste Tranche der internationalen Notkredite nicht überwiesen.

Raus aus der Eurozone:
Ohne die internationalen Hilfsgelder könnten Athen schon bald die Mittel fehlen, um Gehälter und Pensionen zu bezahlen - womöglich bereits Ende Juni. In diesem Fall könnte Griechenland gezwungen sein, wieder die Drachme als Währung einzuführen.

Konsequenzen für Griechenland:
Befürchtet wird in diesem Fall zunächst ein Sturm auf die Banken, weil besorgte Griechen ihre Euros in Sicherheit bringen wollen, bevor diese zwangsweise in Drachmen umgewandelt werden. Angesichts des erwarteten drastischen Kursverfalls der neuen Währung bricht unter Konsumenten und bei griechischen Unternehmen Chaos aus, Inflation und Arbeitslosigkeit steigen, die Wirtschaft bricht ein, soziale Unruhen nehmen zu. Seine Schulden kann Griechenland nicht bedienen.

Weitere mögliche Folgen:
Auch in den anderen Krisenstaaten der Eurozone leeren Kunden ihre Bankkonten. Der Druck auf bereits strauchelnde Kreditinstitute steigt in der Folge weiter. Die nationalen Regierungen müssen höhere Einlagen garantieren, Zentralbanken stemmen sich gegen ein Einfrieren des Kreditmarkts. Die Zinsen für weitere Länder der Eurozone schnellen in die Höhe. Einige davon könnten dazu gezwungen sein, Deckung unter dem Euro-Rettungsschirm zu suchen - doch dessen Größe reicht im schlimmsten Fall nicht mehr aus.

EZB rüstet sich:
Die Europäische Zentralbank (EZB) will auf alles vorbereitet sein. So stellte Mario Draghi, EZB-Präsident, bereits am Freitag weitere Milliardenspritzen zur Stützung des Banksektors in Aussicht. „Das Euro-System wird zahlungsfähigen Banken weiter Liquidität bereitstellen, wenn das benötigt wird", sagte er. Bereits vor wenigen Monaten habe eine Geldspritze die gewünschte Wirkung erzielt. Damit ging Draghi indirekt auf Marktgerüchte ein, wonach sich die Zentralbanken darauf vorbereiten, nach der Griechenland-Wahl massiv Geld in die Märkte zu pumpen, um das Geldsystem zu stützen.

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20Kommentare
16. Jun 2012 11:22
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Ist doch ganz Prima was uns Kohl und Merkel da eingebrockt haben.

Und was der Radikal-Linke Vorsitzende seinen Griechen verspricht wenn er die Wahl gewinnt ist eine bodenlose Frechheit. Soll er mal machen!

Es wird wirklich Zeit das fähige Politiker in Europa eingesetzt werden und nicht solche Pappnasen wie Merkel und vorher Sarozy. Denen haben wir mittlerweile diesen ganzen Mist zu verdanken.
Die Merkel handelt nicht zum Wohl des Volkes sondern nur nach ihrer Meinung und ihren Interessen. Die unterstützt ausschließlich die Großunternehmen und die Banken, nicht das Volk.

Deutsche, werdet endlich wach !

17. Jun 2012 14:58
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Erst wird Griechenland in die Eurozone aufgenommen, obwohl alle wissen das die Schulden weit höher sind als Griechenland angegeben. Dann ist Griechenland Zahlungsunfähig und die EU pumpt zig Milliarden nach Griechenland. Gysi wollte von Anfang an einen Schuldenschnitt, aber die IM Erika hat lieber gutes Geld schlechtem hinterher geschmissen.

Wenn Griechenland die Eurozone verläßt, wird es wohl unmöglich sein auch nur einen Euro zurück zu zahlen, würde es auch nicht wenn sie in der Eurozone blieben.

Im Eu-Vertrag ist vereinart worden, das kein ALnd für Schulden eines anderen Landes aufkommen wird.

Frankreich die bis über die Ohren verschuldet sind, drängen aber auf so eine Änderung.

Wenn Deutschland weiter für alles bezahlen soll, bleibt die Frage wann wir unter den Rettungsschirm müssen und wer das dann bezahlt.

Wahrscheinlich werden wir Arbeiter und Angestellte den Gürtel noch enger schnallen müssen, damit wir Banken und Europa retten.............................

15. Jun 2012 13:08
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Dieses Finazsystem kann so einfach nicht funktinieren!

Zitat:
"...nach der Griechenland-Wahl massiv Geld in die Märkte zu pumpen, um das Geldsystem zu stützen."
Nun, was hat die Geschichte gezeigt? Genau, pumpt man zu viel Geld ind die Märkte, kann es schnell zur Inflation kommen, schlimmstensfalls so wie in den 1920er Jahren.

Man hat das gefühl , die Verantwotlichen wollen nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen...
Tolle Aussichten...

17. Jun 2012 15:24
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Zwar können die Menschen nichts dafür, aber sollte es heute wieder zur Wahl dieser links radikalen Partei kommen, die sich weigert die Schulden zurück zu zahlen, sollte kein Geld mehr nach Griechenland fliessen. Zudem sollte der Import und Export eingestellt werden!!! KEINE Hilfe mehr, in keinster Weise!!!! Wenn die es alleine regeln wollen, dann sollen sie auch selber an Geld kommen. Können ja ein paar Oliven verkaufen, evtl. hilft Ihnen das ja. Die (arbeitsverweigenden) Leute werden ja eine Lösung haben.
17. Jun 2012 18:57
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Pfui Mekel & Co...Was habt Ihr da nur verbockt!!!! "Wir" die Normalos stehen bald mit leeren Händen da und Ihr habt Euch verpisst!!! Alle anderen -Schön Redner-hier...werdet noch früh genug in die düstere Realität zurück geholt!!!
17. Jun 2012 19:20
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Alles  abkommen mit euro war falsch, Deutschland  hat mehr als €110bn zu verliern lieber jetz als später lasst Griechenland  gehen.Wenn Deutschland weiter für alles bezahlen soll kommen Italia, Spanien, Portugal und still wasser France,dann würde es teuerer und schlimmer.Der griechen haben die situation nicht verstanden und lass sich auch nicht helfen. Also warum sollten Steuergelder aus Deutschland weiter fleißen?Die Politiker im Deutschland sind blind was die Griechen an geht.
15. Jun 2012 13:12
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krise und krisenpolitik in der eu.  europa soll gesunden - durch mehr armut überall

referent : margaret wirth uni bremen am 15.05.2012  zu hören und nachzulesen bei argudiss.de unter o.g. titel

17. Jun 2012 19:53
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Stellt die Merkel und ihre Schergen wegen Betrug an unser Volk vor Gericht, sperrt sie ein wegen Landesverates und werft die Schlüssel weg.
17. Jun 2012 23:27
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es lebe die eigene Währung...und unser Volk...könnte wieder lachen...jeder Staat sollte seine eigene Währung haben...das war schon immer so !
18. Jun 2012 06:55
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Das Volk hat keine Schulden gemacht nur die Politiker. So auch in Deutschland, ( 2 Billionen )
17. Jun 2012 19:46
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Hoffentlich kriegt die Merkel mal nen richtigen Backs durch die Griechen so das sie mal vom hohen Ross gestoßen wird. Den frazösischen eppen sind wir schon los, jetzt fehlt noch die Merkel! Diese ist aber schon im freien Fall denn die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Wenn Griechenland aus der Gemeinschaft austritt passiert auch nicht mehr, im gegenteil wir sparen die Stütze für dieses Volk von Ignoranten und in der EG geht es weiter wie immer, leider. Wir alle sollten zu unserer Wehrung zurückkehren, dann geht es uns auch bald wieder gut, zumal der Euro eh nur eine Politische Sache war. Die Staaten die nicht daran teil genommen haben stehen heute besser da und das in allen bereichen. Jagt die Merkel aus dem Amt und aus unser Land dann können wir wieder anfangen für uns zu leben und nicht für andere.
18. Jun 2012 00:19
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das was Frau Merkel versucht durchzusetzen ... hätte die NPD nicht schlechter machen können !
17. Jun 2012 23:27
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leider haben die griechen ihre einzige chance verpasst :( die menschen sind wirklich blind und hoffen auf sachen die sinnlos sind... jetzt müsst ihr weiterhin schön sklaven arbeit machen für die troika.. warum warum habt ihr euch nicht dagegen entschieden... meinen Beileid an allen griechen :"(
18. Jun 2012 06:03
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Hier hat die Demokratie einst begonnen. Der Kreis könnte sich schließen. 
17. Jun 2012 22:55
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Wird der Euro die EM überleben? Egal, wie die Wahl in Athen ausgeht: die Probleme spitzen sich zu. Aber nicht nur in Griechenland brodelt es gewaltig, sondern auch in Spanien, Italien, Frankreich und Zypern. Die Bankenprobleme in der Südschiene werden zum Hauptproblem.

 

von Andreas männicke

Die Euro-Krise gewinnt an Dynamik. Die  Parlamentswahl in Griechenland wird als „Schicksalswahl“ nicht nur für Griechenland selbst, sondern auch den Euro bezeichnet. Das Wahlergebnis und die Konsequenzen des Wahlergebnisses werden sich auch unmittelbar auf die Börsenkurse niederschlagen. Es kann dramatisch werden, wenn es wieder eine Patt-Situation ohne Einigung gibt. Wenn sich aber eine „Koalition der Vernunft“ bilden kann und Griechenland das Sparprogramm der Troika billigt und umsetzt, kann es auch eine fulminante Erleichterungsrallye an der Börse geben, die durch ein Short-Squeeze unterstützt wird.. Es gibt auch Spekulationen, dass sich die konservative Partei Nea Dimokratia als Sieger aus der Wahl hervorgeht. Auch das würde die Börse begrüßen.


Aber nicht nur in Griechenland brodelt es gewaltig, sondern auch in Spanien, Italien, Frankreich  und Zypern. Zypern könnte das nächste Land sein, was unter den europäischen Rettungssschirm muss. Der Euro ist  bekanntlich ein politisches Kunstprodukt, der zwar viele Vorteile bietet, aber den Euroländern, die dauerhaft nicht die Wettbewerbsfähigkeit haben, nun in Schwierigkeiten bringen, da sie nicht abwerten können. Sie sind im Euro-Korsett gefangen und die Misere verschärft sich dadurch in den Ländern. Es gibt nicht die Möglichkeit der Währungspolitik. Wie aber bekommen wir jetzt die Kuh vom Eis? Einige linke Griechen sagen: das Geld von Europa wollen wir gerne, aber es wird  nicht zurückgezahlt. Dann kann man das entweder unter innereuropäischer Erpressung oder unter Entwicklungshilfe abbuchen.

 

alles auf

 

---http://www.mmnews.de/index.php/boerse/10244-der-euro-geht-ins-finale

17. Jun 2012 22:53
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@hasi

nach der alten oder neuen Rechtschreibung? lol

 

 

18. Jun 2012 06:10
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Die Griechen sind ja noch dümmer als ich dachte...!!!
17. Jun 2012 22:25
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An viele Forumteilnehemer zum Thema:

Lernt doch erst einmal richtiges Deutsch, bevor ihr anspruchsvollere Inhalte interpretiert, bewertet und veröffentlicht! Es geht hier darum, Zusammenhänge zu erkennen und nicht aus dem Zusammenhang gerissenes zu bewerten!!!
17. Jun 2012 16:36
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Man könnte doch einige der über 6000 Inseln verkaufen ...
17. Jun 2012 16:36
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Gnade uns Gott, wenn die Eurozone aufgelöst wird. Europäische Einzelkämpfer werden dann mit Sicherheit von den Asiaten aufgekauft. Direkt gesagt: Der mächtige Asienverbund wird uns übernehmen, das wollen wir doch nicht, oder? Kommt die DM wieder, gibt es über Nacht eine Inflation...es wird alles teuerer, viel teurer und schlimmer.
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