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22 Juni 2012 | Von Sandra Voigt (anwalt.de)

Petzen will gelernt sein – Whistleblowing für Anfänger

Den Amerikanern seit Jahren ein Begriff, in Deutschland dagegen noch weitgehend unbekannt: der Whistleblower. Also einer, der Missstände in seiner Firma aufzudecken sucht – und sie publik macht. Die einen nennen ihn „Verräter“, die anderen „Held“. Wie man richtig „petzt“, ohne entlassen zu werden, lesen Sie in der Bildergalerie.


Rechtsirrtümer und Co - Whistleblowing (© Bild: Imago)
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Rechtsirrtümer und Co - Whistleblowing: Wer seinem Ärger über Missstände bei der Arbeit öffentlich Luft macht, der darf nicht erwarten, von allen geliebt zu sein. Doch: Darf er rausgeschmissen werden?

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Whistleblowing - Segen oder Fluch?
Viele Arbeitgeber machen sich mittlerweile die Zivilcourage ihrer Mitarbeiter zunutze. Immerhin können so Missstände in den eigenen Reihen an der Wurzel gepackt und beseitigt werden. Da die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust jedoch meistens größer ist als der Mut, das Fehlverhalten eines Vorgesetzten anzuklagen, müssen Methoden angewendet werden, bei denen der Whistleblower anonym bleiben kann.

Rechtsirrtümer und Co: Whistleblowing will gelernt sein (© Bild: Imago)

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4Kommentare
2. Dez 2011 17:46
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die meisten Deutschen petzen gern, ich hasse petzer und verräter.

14. Jan 2012 23:27
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Ich war in der Krebsforschung, und meine Chefin wollte gefälschtes material publizieren, mit meinem Namen als erstes drauf. Wir hatten ein GeneChip Experiment gemacht, und sie hatte so viele Kontrollen ausgelassen "wegen den Kosten". Voll gelogen, das wurde von jemand im Nachbarlabor gratis gemacht. Als da zwar was sehr interessantes aber nicht sofort publizierbares herauskam, erfand sie ganz krass einfach neue Zahlen. Hätte ich ihr das durchgehen lassen sollen, und dann eventuell später dafür draufgehen wenn es irgendwann auffliegt? Vielleicht wäre das für das überleben die bessere Wahl gewesen, meine Karriere ist jetzt total zerstört, mein Doktortitel war nur für die Katz, ich kann nie wieder in der Forschung arbeiten. Ich habe ein neues Studium angefangen, in Buchhaltung, damit ich wenigstens eine Chance auf einen etwas vernünftigen Job habe. Call Center für den rest meines Lebens, nach all dem Studium, nur dafür dass ich keine glatt gelogenen Experimente publizieren wollte, das wäre mir eine zu harte Strafe.

Hättest Du Ja gesagt, und den ganzen gefälschten Sch**** einfach unterschrieben? Nur weil du kein Petzer sein willst?

Firmen die Pleite machen weil die Bonzen Millionen wenn nicht Milliarden veruntreuen, ist das ok, wiel wir ja nur nicht petzen sollen?

Ich wurde gefeuert, und ich bekomme kein brauchbares Arbeitszeugnis, und das gleiche ist der Person passiert die nach mir eingestellt wurde. Da wird sortiert - wenn man bereit ist offiziel mit zu lügen bekommt man eine Gehaltserhöhung, und wenn man immer wegschaut wenn man was bedenkliches sieht dann kann man seinen Job behalten. Ansonsten - Karriere in Schutt und Asche, neuanfang auf Punkt Null, zurück zur Uni, alle Diplome die du schon hattest sind Wertlos.


5. Feb 2012 14:01
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Erst einmal bedarf es den Unterschied zwischen petzen und konstruktiver Kritik aufzuzeigen.

Petzen aus meiner Sicht ist es, einen Mangel aufzuzeigen um eine Person zu schaden.

Konstruktive Kritik ist es wenn Arbeitsabläufe für alle Beteiligten erleichtert werden und gegebenenfalls Kosten eingespart werden können.

Leider fühlt sich immer mindestens eine Person in Ihre Kompetenz übergangen, wenn die Lösung eines Problems nicht von ihr selber erarbeitet wurde.

So oder so, sollte man sich fragen welche Person man möglicherweise mit ins Boot nehmen sollte um den sozialen Frieden zu waren.

Achtung! Kritik an Personen richten, die ihren Job nur unzureichend ausüben ist immer mit der Gefahr verbunden. Zukünftig persönliche Auseinandersetzungen ausgesetzt zu sein und gegebenenfalls gemoppt zu werden sind dann möglicherweise an der Tagesortnung.

Wie aber sollte man vorgehen wenn Fehler anderer Personen immer wieder zu persönlich erhöhten Arbeitseinsatz führen oder ein Ergebnis am Ende nur ein unzureichendes ist?

Sensibel, nicht abwertend, die Menschenwürde nicht verletzen.

Liebe Grüße an alle, die der Menschlichkeit den Rücken stärken.

Achim

 

 

6. Jan 2013 14:41
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Man muss unterscheiden zwischen

 

Whistleblowing - Das ist nur bei klarem  Betrug oder Verfälschung von Tatsachen die der Öffentlichkeit schaden kann angebebracht

 

Mobbing - Einen Kollegen in Misskredit bringen damit er kündigt

 

Petzen - Kleinere Verfehlungen public machen um sich selbst in eine bessere Position zu manövrieren

 

In D petzt und meckert man gerne - Mobbing gehört mittlerweile zum Alltag und wird teilweise vom leitenden Personal unterstützt damit Ihre eigenen Fehler vertuscht werden

 

Bei sexueller Belästigung gibt es nur eins - sofort zum Personalbüro und anzeigen

 

 

 

 

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